Mammographie

Man hat einen Knoten in der Brust ertastet? Der erste Weg ist meistens der zur Mammographie und zur Stanzbiopsie, um abzuklären, was sich dahinter verbirgt. Ein Lymphknoten oder ein Fettgeschwulst kann man auch über die Ultraschall-Untersuchung herausfinden. Aber um weiter zu schauen, wird eine Mammographie durchgeführt. Die Röntgenuntersuchung der Brust ist seit einigen Jahren auch Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Deutschland, für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.

Vorbereitung

Vor der Untersuchung keine Cremes, Deos oder Puder verwenden
Um (abhängig von der Zusammensetzung) keinen sichtbaren Film auf der Haut zu hinterlassen, empfehlen Experten auf Deos und Cremes im Brust- und Achselbereich zu verzichten.

Erfolgt die Untersuchung mit freiem Oberkörper
Ja, man wird “oben ohne” untersucht. Also empfiehlt es sich Kleidung zu wählen, die man schnell ausziehen kann. Man muss sich jedoch nicht ganz ausziehen. Eine Hose oder einen Rock kann man anbehalten.

Die richtige Position
Zur Untersuchung tritt man vor das Mammographie-Gerät, in der Regel wird die Aufnahme im Stehen gemacht. Frauen, die nicht lange oder gar nicht stehen können, sollten dies bei der Anmeldung sagen. Dann werden die Geräte nach Möglichkeit an ihre Situation angepasst, oder die Untersuchung wird in einer anderen Praxis mit besonderen Geräten durchgeführt. 

Die Aufnahmen
Die Brust wird zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Abhängig von der Beschaffenheit der Brust wird dies von Frauen gelegentlich als unangenehm oder auch etwas schmerzhaft empfunden. Je flacher die Brust zusammengedrückt wird, desto aussagekräftiger ist allerdings das Röntgenbild. Es werden jeweils zwei Aufnahmen angefertigt, einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Dadurch entstehen zweidimensionale Schwarzweißbilder vom Brustgewebe. Durch den Abgleich der beiden Bilder können sich Ärzte einen räumlichen Eindruck von der Lage einzelner Strukturen, auch möglicher Veränderungen, in der Brust verschaffen.

Wie lange dauert die Untersuchung?
In der Regel werden von jeder Brust zwei Aufnahmen gemacht. Wie bei anderen Röntgenaufnahmen dauern die eigentlichen Aufnahmen nur Sekunden. Da man sich für jede entsprechend neu positionieren muss und das Mammographie-Gerät eingestellt wird, kann man mit etwa 15 Minuten rechnen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Mammographie?

Grundsätzlich ist der beste Zeitpunkt für eine Mammographie während der Monatsblutung oder in der ersten Woche danach. In dieser Zeit ist der Flüssigkeitsgehalt der Brust am geringsten und das Brustgewebe somit weich. Dann ist die Mammographie am besten beurteilbar.
Ist man wegen eines Knotens oder anderer Veränderungen beunruhigt? Dann kann die Untersuchung zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorgenommen werden.

Für Frauen nach der letzten Regelblutung, der Menopause, ist der Zeitpunkt unwesentlich.

Was ist, wenn man Hormone zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden einnimmt? Dann kann die Beurteilung allerdings erschwert sein, weil das Brustdrüsengewebe durch die Hormoneinwirkung dichter ist. Frauenarzt oder Frauenärztin beraten dazu, ob es sinnvoll wäre, die Arzneimittel im Monat der Untersuchung abzusetzen

Ansonsten immer fragen, fragen, fragen und das Aufklärungsgespräch intensiv nutzen.

 

Mammografie: Ja oder nein?

Die Mammografie ist eine schnelle und einfache Untersuchung, mit der sich krankhafte Veränderungen in der Brust gut aufspüren lassen. Schon Tumoren, die noch nicht tastbar und erst drei bis fünf Millimeter groß sind, können mittels Bruströntgen nachgewiesen werden. Das heißt: Diese Untersuchungsmethode hat eine hohe Sensitivität.

Allerdings birgt die Mammografie auch Nachteile und Risiken:

  • Die Strahlendosis bei einer Mammografie kann wie jede Röntgenuntersuchung das Erbgut in den Zellen schädigen. Das kann unter Umständen dazu führen, dass die Zellen entarten und sich in Krebszellen umwandeln. Allerdings ist das Risiko, aufgrund einer Mammografie an Brustkrebs zu erkranken, laut Expertenmeinung sehr gering.
  • Das Zusammendrücken (Kompression) der Brust kann in seltenen Fällen Blutergüsse verursachen (aber keinen Krebs).
  • Das Mammografie-Screening weist eine geringe Spezifität auf: Es werden dabei auch Gewebeveränderungen entdeckt und als (möglicher) Brustkrebs eingestuft, die eigentlich harmlos sind (Fehldiagnosen). Die betroffenen Frauen müssen sich weiteren Untersuchungen und eventuell Eingriffen (wie Gewebeentnahme) unterziehen, die sich letztlich als unnötig erweisen. Außerdem versetzen die Fehldiagnosen die Frauen in unbegründete Sorge.

 

Weiterführende Links

Hier wird es noch einmal ganz gut erklärt.
https://www.radiologie-darmstadt.de/spezialverfahren/mamma-mrt